Erster sonniger Frühlingssonntag 2015, ein volles Bezeggstadion, zwei siegwillige Mannschaften mit offenem Visier und ein packendes Fußballspiel mit allem, was dieser Sport zu bieten hat. Dies ist das Resümee des Andelsbucher Heimspieles gegen einen gleichwertigen Gegner aus Lauterach. In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Abwehrreihen größtenteils und Gefahr gab es einzig nach Standardsituationen. Heimkeeper Schneider nahm den Ball außerhalb des Sechzehners auf, den fälligen Freistoß von der Strafraumgrenze vergaben die Hofsteiger allerdings kläglich. Die Andelsbucher hatten großen Respekt vor den schnellen Flügelspielern Kloser und Griesebner, standen sehr tief und versuchten es zumeist mit langen Bällen, eine Spielkultur war keine zu sehen. Ein einziger schneller Spielzug führte dazu, dass Uwe da Silva schön freigespielt wurde, er schoss freistehend vor Bursac allerdings den Keeper k.o., sodass dieser zur Pause ausgewechselt werden musste. Mit der letzten Aktion vor der Halbzeit scheiterte ebenfalls da Silva, als sein Heber das Tor um Zentimeter verfehlte.

Während der Pause fanden Alge und Kornexl wohl beide die richtigen Worte, beide Teams entdeckten den Willen zu mehr Offensive, was folgte war ein offener Schlagabtausch mit Torszenen im Minutentakt. Nach einem Blackout von David Fink, er „überließ“ den Ball als letzter Mann dem Gegenspieler, konnte Nico Kleber für seinen geschlagenen Torhüter, mit einer Extremgrätsche, gerade noch klären. So fiel der Führungstreffer auf Seiten der Heimelf: Rochus Schallert tankte sich vehement über die linke Seite durch und seine gefühlvolle Hereingabe konnte Valdeir Dias überlegt und eiskalt einschieben. Die Lauteracher antworten mit wütenden Reaktionsangriffen und wurden verdienter maßen belohnt. Nach einer Kurzpasskombi im Mittelfeld hämmerte Steven Nenning eine Kopfballablage per Dropkick ins Andelsbucher Netz. Nun drohte, ähnlich wie im ersten Heimspiel gegen Meiningen, die Partie zu kippen. Glücklicherweise entschied aber eine Standardsituation die Partie: nach einer Bechter-Ecke drückte David „Mühlar“ Fink einen wuchtigen Kopfball über die Linie. Mit seinem unbändigen Willen, wäre ohne das Tornetz sein Kopfball vermutlich in seinem Kuhstall 50 Meter hinter dem Tor gelandet.

Auch nach diesem Rückstand fighteten die Lauteracher zurück. Als Andi Bechter mit einem Hammer an die Latte die Entscheidung verabsäumte, gab es in der Nachspielzeit neuerlich einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Der gut getretene Heber landete aber ebenfalls an der Torumrandung und so blieb es beim knappen 2:1-Heimsieg.

 

Fazit: Der dritte Sieg im dritten Frühjahrsspiel, immer mit demselben Ergebnis ließ die Andelsbucher jubeln. Die drei Punkte an diesem Sonntag sind größtenteils dem großen Einsatz und Kampfbereitschaft zuzuschreiben. Göttin Fortuna war aber an diesem Nachmittag auch eine Andelsbucherin…

Details zum Spiel:

http://www.vfv.at/netzwerk/druck/670725461856634215_100071-999351888271214190.htm