Im Jahre 1988 kam ein damals 27-jähriger kroatischer Mittelfeldspieler, Namens Stipo Palinic über Umwege zu Austria Lustenau nach Vorarlberg und spielte bis zum Alter von knapp 40 Jahren in verschiedensten höherklassigen Vereinen im Lande, eh er bereits als Spielertrainer Erfahrungen im Coaching sammelte und bis zum heutigen Tag in Wolfurt, Koblach, Bizau…. und seit heuer in Andelsbuch erfolgreich und enthusiastisch als Trainer arbeitet. Stipo weiß, was es heißt dem Fußball dankbar zu sein. Als gebürtiger Christ brachte ihn jeder Heimatbesuch während des Jugoslawienkrieges in Lebensgefahr. In seiner Heimatstadt Bugojno, in der Nähe von Sarajevo, musste er nach dem Zerfall des Tito-Regimes seinen Vater und Brüder im Gefängnis besuchen und sein Haus wurde aufgrund des Krieges zerstört.  Die einzige Ablenkung in dieser schweren Zeit war die Jagd nach dem runden Leder. Mittlerweile genießt Stipo das ruhige Familienleben mit seiner Frau Branka und seinen Enkeln, nur auf dem Fußballplatz kommt hin und wieder sein kroatisches Blut zum Tragen. Die FCA-Mentalität hat der Trainer jedenfalls bereits verinnerlicht: mit Fleiß und besonnener Arbeit will er die jungen Spieler weiterentwickeln.

 Nicht vom Osten, sondern vom Westen zog es im Gegensatz dazu den 1998 30-jährigen Eric Orie ins Ländle. Mit der traditionellen holländischen Fußballschule in Utrecht ausgebildet, spielte Eric für Austria Wien, Blackpool und Kottingbrunn, ehe er beim FC Lustenau seine Heimat fand und so ziemlich alle Positionen im Verein bekleidete. Nach der Trainerstation beim FC Vaduz und dem Managerposten beim EHC-Lustenau, trainiert Eric seit diesem Frühjahr den FC Langenegg und stieg mit den Vorderwäldern erstmals in die Vorarlbergliga auf.

 So kommt es am kommenden Sonntag, in der Matinee um 11:00 nicht nur zum Trainerduell Kroatien gegen Holland, sondern die Begegnung Andelsbuch gegen Langenegg findet erstmalig in der höchsten Ländle-Liga statt. Für Spannung ist jedenfalls gesorgt, die Heimelf startete überraschend erfolgreich in die Saison, die weiße Weste der Andelsbucher nach drei Runde ist als Überraschung einzustufen. Im Gegensatz dazu hält der FC Langenegg bei einem Punkt, wird aber im Derby alles versuchen den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu schaffen. Dem Gegenüber will die Heimelf dem Publikum abermals eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen und wird um jeden Derby-Zentimeter fighten. Im Rahmenprogramm wird das Gastroangebot ausgeweitet, leckeres Currasco wartet auf die Matchbesucher. Im Anschluss an das Match gibt es ein Live-Interview mit beiden Trainern. Auf zahlreiche interessierte Zuschauer freut sich der Simeoni Metallbau FC Andelsbuch.