SCR Altach, Austria Lustenau, FC Tirol: Die Liste der Top-Vereine des Reinaldo Ribeiro ist lang. Derzeit kickt der Offensivspieler in der Vorarlbergliga beim FC Andelsbuch. Im Interview mit wearefootball.com erzählt „Ribi“ vom Verlauf der Hinrunde, von den Favoriten für das bevorstehende Hallenmasters und seinen Plänen für die Zukunft.

Olá Ribi! Mit dem FC Andelsbuch liegst du derzeit auf dem neunten Platz in der Vorarlbergliga. Nach 15 Spielen habt ihr 20 Punkte auf dem Konto. Wie beschreibst du die erste Saisonhälfte?

Ich würde die Hinrunde als zufriedenstellend bezeichnen. Unser Ziel war es, mindestens 20 Punkte zu holen und das haben wir auch erreicht. Natürlich ist immer auch mehr möglich, aber wir hatten in manchen Spielen sehr viel Pech und mussten somit unglückliche Punktverluste hinnehmen.

Was beim Anblick eurer Statistik besonders auffällt, ist die geringe Anzahl an Gegentoren. Aber leider, für dich als Offensivspieler, ist auch die Anzahl der erzielten Treffer gering. Was ist deiner Meinung nach für diese Tordifferenz ausschlaggebend?

Wir spielen defensiv extrem stark und standen dieses halbe Jahr taktisch sehr gut. In der Offensive waren wir mit der Ausbeute natürlich nicht zufrieden. Wie schon erwähnt, haben wir viel zu wenig Tore erzielt. Dafür ausschlaggebend waren größtenteils auch die Verletzungen von Spielern, die für unsere Offensivabteilung sehr wichtig sind. Dadurch ist es ein wenig schwerer geworden.

Während deiner Laufbahn als Fußballer konntest du schon mit einigen guten Spielern zusammenkicken. Welcher war dabei für dich der beste Spieler?

Einen bestimmten Spieler zu nennen ist natürlich immer schwer, da gibt es viele gute Mitspieler in meiner Laufbahn. Um einen zu nennen, erwähne ich Thiago, mit dem ich sowohl in Lustenau als auch in Dornbirn zusammengespielt habe. Wir haben gut harmoniert. Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Während meiner Zeit in Altach gab es ein Riesentalent, bei dem ich bis heute noch nicht verstehe, warum er den endgültigen Durchbruch nicht geschafft hat. Ich spreche von Patrick Mayer.

Im Ländle-Fußball ließ sich in den letzten Jahren ein Brasilianer-Trend erkennen. Viele Vereine setzten vermehrt auf Kicker vom Zuckerhut. Was ist der größte Unterschied zwischen dem Fußball in deinem Heimatland und hier in Österreich?

Es hängt natürlich immer davon ab, in welcher Liga man spielt. In meinen Augen gibt es aber große Unterschiede. In Österreich wird viel mehr auf das Kämpferische Wert gelegt. Die Teams spielen auch mehr mit einer taktischen Linie. In Brasilien wird dagegen mehr auf das Fußballerische geschaut. Die Kicker wollen die Situationen im Spiel vermehrt mit ihrer Technik lösen. Das sind eigentlich die Hauptunterschiede.

Mit deinen jetzt 35 Jahren neigt sich deine Karriere schon langsam dem Ende zu. Was sind die Pläne für die Zukunft und wie lange wirst du noch deine Fußballschuhe für eine Kampfmannschaft schnüren?

Mein Plan ist es, in ein paar Jahren wieder nach Brasilien zu meinen Verwandten zu gehen. Wann das ist, kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich habe mir darüber noch keine konkreten Gedanken gemacht. Wie lange ich noch spiele, hängt von meinem Spaß dabei ab. Zurzeit bereitet mir das Fußballspielen viel Freude. Natürlich ist sowohl die Fitness als auch die Gesundheit dafür ausschlaggebend.

Was möchtest du nach deiner Fußball-Karriere machen?

Wie vorher schon erwähnt, möchte ich nach Brasilien zurückgehen und mich dort selbstständig machen. In was für einem Berufsfeld das sein wird, habe ich noch nicht genau überlegt.

Zum Abschluss noch eine Frage zum Hallenmasters: Das prestigeträchtigste Hallenturnier des Landes steht kurz bevor. Wirst auch du mit von der Partie sein und wer wird in deinen Augen diesen Titel holen?

Da ich zu dieser Zeit auf Heimaturlaub bin, kann ich beim Hallenmasters leider nicht mitwirken. Natürlich drücke ich meinem Team die Daumen. Wer den Titel holen wird, kann man nicht genau sagen. Es gibt viele starke Mannschaften und die Konkurrenz ist wie jedes Jahr sehr groß.