Hängende Köpfe und enttäuschte Andelsbucher nach dem Schlusspfiff im Nachtragspiel in Höchst – leider verhinderten zwei späte Gegentreffer die aufopferungsvolle Kampfleistung der Gäste und sorgten für einen schmeichelhaften Punktgewinn der Höchster.

Bei angenehmen Herbsttemperaturen beendeten beide Teams eine Woche später die Herbstmeisterschaft, nachdem der erste Versuch vor 4 Wochen witterungsbedingt abgesagt wurde. Für ein Auswärtsteam einen Beginn nach Maß erwischten die Andelsbucher. Nach einem weiten Ball unterschätzte der Höchster Innenverteidiger das runde Leder und Reinaldo Ribeiro konnte mit einem gefühlvollem Heber den herauseilenden Keeper Nagel bezwingen. Nach der frühen Führung zogen sich die Gäste weit zurück, überließen den Höchstern das Spiel und versuchten über Konter zum Erfolg zu kommen. Zweimal konnte der an diesem Tag glänzende Keeper Manuel Schneider einen Rebound der Höchster in Extremis zur Ecke klären. Auf der anderen Seite gab es noch einmal Elfmeteralarm, nachdem Ribeiro in den Sechzehner eindrang und unsanft vom Ball getrennt wurde. Mit dem knappen Vorsprung wurden die Seiten gewechselt, die Passivität in der Andelsbucher Defensive war nach Wiederanpfiff augenscheinlich und so besorgte Karasanovic nach einem Eckball am zweiten Pfosten den verdienten Ausgleich. Nach dem 1:1 verloren die Andelsbucher eine zeitlang komplett den Faden, die Zuordnung stimmt nicht mehr und man stand mit Mann und Maus in der eigenen Spielhälfte. Entgegen des Spielverlaufes gingen aber erneut die Andelsbucher in Führung. Patrick Simma wurde am rechten Flügel geschickt frei gespielt, dessen halbhoher Stanglpass verwertete Adrian Braun mit der Brust zur schmeichelhaften Führung. Nun ging ein Ruck durch das Gäste-Team, man traute sich wieder mehr zu und als Andi Bechter einen fälligen Handelfer zum 1:3 verwertete, war der Auswärtssieg bereits zum greifen nahe. Bei beiden Teams schwanden die Kräfte, Simon Walch hatte zweimal die Schusschance zur endgültigen Entscheidung. Auf der anderen Seite sorgten immer wieder für Kopfbälle nach Freistößen für Torgefahr. Nach einem seitlichen Freistoß stand im zweiten Versuch ein Höchster am Fünfmeterraum frei, Manuel parierte per Glanzparade auf der Linie, zum entsetzen aller Andelsbucher entschied der Linienrichter auf Tor und somit auf 2:3. Für diese Tatsachenentscheidung hätte man wohl einen Videobeweis gebraucht, um die Szene gänzlich korrekt aufzuklären. Leider nicht zum ersten Mal in dieser Herbstsaison, dass eine strittige Entscheidung zu ungunsten der Andelsbucher entschieden wurde. So kam es wie es kommen musste: in der Nachspielzeit warf die Heimelf alles nach vorne, auch Keeper Nagel tummelte sich im Gäste-Strafraum. Aus dem Spiel heraus wurde ein langer Ball verlängert und Prunitsch besorgte mit der letzten Szene des Spiels den 3:3-Ausgleich. Details:

http://www.fussballoesterreich.at/netzwerk/druck/670725461856634215_100071-1084217712990937773.htm