Wer hätte das gedacht: drei Punkte, drei Heimtore und drei Brazil-Treffer erlebten die zahlreichen Fans, bei herrlichem Herbstsonnenschein im Bezeggstadion beim Derby-Klassiker gegen Bizau. Man of the Match ganz klar ein herrlich aufgelegter Valdeir Dias da Silva, der mit den Bizauern vor allem in der 2. Halbzeit Katz und Maus spielte und mit seinem Doppelpack die Begegnung entschied. Alles der Reihe nach:

Entgegen anderer Heimspiele agierten die Andelsbucher in den Anfangsminuten sehr defensiv und überließen den Hinterwäldern das Mittelfeld. Die FCA-Defensive war in den Anfangsminuten etwas indisponiert und agierte zu passiv. Bizau spielte in der Offensive aber zu umständlich und so konnten sich die Andelsbucher aus der Umklammerung lösen und gingen in Folge recht glücklich in Folge einer Standardsituation in Front. Reinaldo Ribeiro spielte einen seitlichen Freistoß quer zum Sechzehner auf Valdeir, dieser nahm die Kugel kurz an und platzierte ihn gefühlvoll ins linke Eck. Nach der Führung war es aber vorbei mit der Andelsbucher Offensivherrlichkeit in den ersten 45 Minuten. Fink und Co zogen sich sehr weit zurück, die Laufarbeit ließ nach und immer wieder sorgten gefährliche Standardsituationen für Gefahr im Heim-Sechzehner. Zweimal erwischten die Bizauer den Rebound nach Zehrer-Abwehr, glücklicherweise trafen sie das verwaiste Gehäuse nicht. So ging es, etwas schmeichelhaft für die Heimelf, mit der knappen Führung in die Pause.

In der 2. Halbzeit aber ein anderes Bild: die Andelsbucher Mannschaft übernahm das Spielkommando im Mittelfeld, mit Kurzpassspiel wurde Valeir Dias des Öfteren geschickt frei gespielt und dieser konnte des einige Male nach erfolgreichem 1:1-Duell in den Sechzehner eindringen. Nachdem er, nach Fehlpass des Bizau-Keepers einen 100 Prozenter vergab und unverständlicher Weise, statt auf das leere Bizau-Tor zu schießen auf Kumpel Ribeiro quer legte, besorgte „Waldi“ mit schöner Einzelaktion über die linke Angriffseite das vorentscheidende 2:0. In weiterer Folge stand die Heim-Abwehr bombensicher, die Bizauer Bemühungen zu einem Treffer waren zwar vorhanden, eine glasklare Torchance fanden sie aber in der zweiten Halbzeit keine Einzige vor. In den Schlussminute narrte Reinaldo Ribeiro noch einmal die Bizauer Defensive, mit einem Tunnel überspielte er Kapitän Helbock und besorgte alleinstehend vor dem Gehäuse den 3:0-Endstand.

Fazit: der Heimerfolg ist mit Sicherheit auf das geschlossene Kollektiv und die tolle Teamleistung der Andelsbucher zurückzuführen. Während die individuelle Klasse der Bizauer an diesem Nachmittag als „brotlose Kunst“ bezeichnet werden kann, war die Heimelf effizienter und hatte mit Valdeir Dias den besten Spieler am Platz in ihren Reihen. Details zum Spiel:

http://www.vfv.at/netzwerk/druck/670725461856634215_100071-1084217712990937893.htm