„Als Underdog punktet es sich leichter“, dieses Fazit lässt sich gesamt gesehen über den Herbst der 1. Kampfmannschaft des FC Andelsbuch resümieren.Mit 20 Punkten aus 15 Begegnungen liegt der FCA auf dem 9. Tabellenrang (5 Siege, 5 Remis, 5 Niederlagen). Zahlreiche Auf und Abs kennzeichneten den Herbst. Drei Trainer (Palinic, VDThannen, Liebschick) und drei Torhüter (Schneider, Schneider, Ziegler) versuchten in 15 Ligaspielen die Dreier zu holen. Alles der Reihe nach:

Erstmals in der Geschichte des Vorarlberger Fußballverbandes wurde die höchste Spielklasse des Landes mit 16 Teams gespielt, aus diesem Grund wurde bereits Ende Juli um Meisterschaftspunkte gekämpft, der längste Herbst der Vorarlbergligageschichte endete am 5. November mit dem Heimremis gegen den souveränen Herbstmeister Langenegg. Auch der Auftakt kann man als gelungen betrachten, so siegte man zum damaligen Zeitpunkt etwas überraschend gegen den starken Aufsteiger in Nenzing mit 2:1, wobei Stürmer Uelder Barbosa im ersten Bewerbspiel für den FCA zum ersten Mal traf.

Dazwischen lagen nochmals 13 Meisterschaftsspiele mit tollen sportlichen Highlights, beispielsweise die Heimsiege gegen höher eingeschätzte Teams wie Bregenz und DSV, aber auch bittere Niederlagen gegen Egg und Kennelbach, oder das unglückliche 0:1 bei Gluthitze in Lustenau. Insgesamt musste jedes Team für Punkte an die absolute Leistungsgrenze gehen, die Vielzahl der Unentschieden belegen das enge Leistungsniveau der Liga und Tagesverfassung, sowie zufällige Umstände entscheiden oft über Sieg oder Niederlage. Der Heimsieg gegen DSV mit sage und schreibe 5 Andelsbucher Toren und die 1:3-Auswärtsniederlage in Röthis waren die einzigen Ergebnisse der Blau-Weißen mit mehr als einem Tor Unterschied.

In der gesamten Kartenstatistik sammelten der FC Andelsbuch 31 gelbe, eine gelb-rote und eine rote Karte. In die Torschützenliste trugen sich 5 Andelsbuch-Spieler ein: Barbosa 5, Walch 4, Theisen 4, Ribeiro 2, Bechter 1. Das starke Kollektiv innerhalb der Mannschaft ist selbstverständlich auch an der Defensivarbeit der Heimischen erkennbar: Nach der Niederlage in Röthis kassierte man in 4 weiteren Spielen nur mehr 2 Gegentore, gesamt 16 Gegentore (nur Herbstmeister Langenegg kassierte noch ein Tor weniger). Abschließend zum sportlichen Rückblick seien auch die anderen Bewerbe erwähnt: im Wäldercup siegte man bei großer Hitze zuerst auswärts in Hittisau, scheiterte aber dann im Viertelfinale in Alberschwende nach einer schlechten Abwehrleistung. Im VFV-Cup kassierte man in Langenegg eine unglückliche 0:1-Niederlage.

Die Geselligkeit im Mannschaftleben im vergangenen Herbst sei an dieser Stelle ebenfalls erwähnt: das Clubheim war nach vielen Trainings sehr gut besucht, man traf sich beim Palinic-Abschied zum Brezelessen, feierte bei Brazilo-Churrasco den Einstand einiger Spieler und lauschte deren Gesangskünste. Nach Herbstende fuhr die Mannschaft zur kulturellen Teamreise nach Mannheim und diesen Mittwoch folgt noch die FC-Weihnachtsfeier, der gesellige Abschluss des Vereinsjahres 2016.

Noch vor Weihnachten wird die Mannschaft einen zweiwöchigen Trainingsblock einlegen und sich dann auf die beiden obligatorischen Hallenturniere in Wolfurt und Hard vorbereiten. Ab Ende Jänner startet die Vorbereitung für die Frühjahrssaison 2017 mit dem neuen Trainer Michael Pelko und in knapp 100 Tagen rollt der Ball wieder im Bezeggstadion zum Auftakt gegen Nenzing. Bis dahin: „Und üsar Herz schlet allad fürn FC Andelsbua.“

 Wusstest du, dass….

Andreas Bechter in allen Herbstspielen 90 Minuten am Platz stand, gesamt 1.560 Minuten.

Marcelo Theisen mit 2 Toren 2 Auswärtsspiele in Folge (Wolfurt und Bizau) entschied.

Florian Bär an einem Wochenende in drei Andelsbucher Kampfmannschaften (1, 1b und Reserve) spielte.

Simon Walch als einziger Spieler in Abwehr, Mittelfeld und Sturm eingesetzt wurde.

Kapitän Rene vdThannen der Pechvogel der Herbstsaion war: Nach Meniskus-OP im Sommer foulte ihn ein DSV´ler früh in die verletzungsbedingte Winterpause.

Sich Rene Ziegler im 1 und 1b einen Namen als „Elferkiller“ machte.