Wenn man die 90 Auswärtsminuten korrekt analysiert kann man, entgegen dem verdienten Heimsieg letzte Woche gegen Bizau, zur Halloween-Time durchaus von einem glücklichen, aber nicht ganz unverdientem Auswärtssieg für den FCA sprechen.

In der ersten Halbzeit hatten die Wolfurter viel mehr Spielanteile und auch die effizienteren Torchancen. Der gelbgesperrte Kapitän Rene vdThannen wurde im Andelsbucher Aufbauspiel schmerzlich vermisst, einzig das Verschieben in der Defensive klappt hervorragend und das Wolfurter Offensivspiel wurde mit einigen taktischen Fouls geschickt zerstört. So entwickelte sich eine zerfahrene Begegnung, ein Spielfluss war nicht zu erkennen. Die einzigen zwei Offensivaktionen der Andelsbucher sind auch schnell geschildert: für einmal tauchte Reinaldo Ribeiro, nach Lochpass und gewonnenem 1:1-Duell, alleine vor Keeper Godula auf, versuchte diesen zu überspielen, scheiterte aber an Tormann. Und in der zweiten Aktion stürmte Valdeir Dias ebenfalls alleine auf das Wolfurter Gehäuse, wurde am Sechzehner von hinten umgestoßen, sehr unverständlich das der Schiedsrichter dieses Vergehen nicht als Notbremse wertete. Auf der Gegenseite brannte es aber im Andelsbucher Strafraum des Öfteren lichterloh, wie gesagt eine Führung für die Heimelf wäre mehr als verdient gewesen.

Kurz nach dem Seitenwechsel noch einmal Glück für die Andelsbucher, als der Wolfurter Eggenberger einen Kopfball an die Latte setzte. In der 60. Spielminute die spielentscheidende Aktion. Nach einem seitlichen Freistoß kam der Ball noch einmal in den Wolfurter 16er und der vorhin erwähnte Eggenberger verlängerte den Ball direkt in den Lauf von David Fink. Dieser kam mit dem Kopf an den Ball, legte sich den Ball per Kopf und Kerze direkt vor und drückte den Ball mit unbändigem Willen, unter dem Jubel der Gäste-Fans, über die Linie. Ab diesem Zeitpunkt agierten die Wolfurter konfus und verloren ihre Raumaufteilung völlig. Die Andelsbucher verwalteten mit Selbstvertrauen die Führung geschickt und der eingewechselte Thomas Dorner sorgte immer wieder für Entlastung. So kam es auch zu einigen schönen Konterchancen, die aber zu ungenau zu Ende gespielt wurden. Die Wolfurter waren ob des unverdienten Rückstandes geschockt und konnten ihr „gelähmtes“ Spiel bis zum Schlusspfiff nicht mehr anders gestalten.

Fazit: zwei total verschiedene Halbzeiten in Wolfurt – die erste gehörte ganz klar den Hausherren und es wäre an diesem Nachmittag zweifelhaft gewesen, ob die Andelsbucher im Falle eines Rückstandes noch mal die Kehrwende geschafft hätten. So besorgte Ersatzkapitän Fink das Goldtor und schoss die Andelsbucher mit nunmehr 19 Punkten ans vordere Tabellenmittelfeld. Details: http://www.fussballoesterreich.at/netzwerk/druck/670725461856634215_100071-1084217712990937945.htm